klittern


klittern
klittern
»willkürlich darstellen, schnell oder unordentlich niederschreiben, zusammenstoppeln« (veraltet, aber noch mdal. für:) »schmieren, klecksen«: Das seit dem 16. Jh. bezeugte Verb ist mit frühnhd. Klitter »Klecks, Fleck« wahrscheinlich lautnachahmender Herkunft und gehört zu der unter Kladde dargestellten Gruppe von Schallnachahmungen.
Der heutige Gebrauch des Verbs und des Substantivs Klitterung schließt sich wohl an das von Fischart geprägte Geschichtsklitterung an.

Das Herkunftswörterbuch . 2014.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • klittern — klittern:⇨schmieren(1) …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • klittern — Vsw schmieren, klecksen per. Wortschatz reg. (16. Jh.) Stammwort. Wie klater (klat(e)rig (klatrig)) lautmalend für das klatschende Geräusch beim Auftreffen von dickflüssigen Massen. Klitterbuch (16. Jh.) entspricht Kladde. deutsch d …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • klittern — verfälschen; frisieren (umgangssprachlich); fälschen * * * klịt|tern 〈V. tr.; hat〉 1. zusammenstoppeln, (unschöpferisch) zusammentragen (Tatsachen) 2. etwas aus dem Zusammenhang gerissen u. verfälschend darstellen 3. schmieren, unsauber… …   Universal-Lexikon

  • klittern — klịt|tern (abwertend für zerstückeln; landschaftlich für zerkleinern, schmieren); ich klittere …   Die deutsche Rechtschreibung

  • verfälschen — klittern; frisieren (umgangssprachlich); fälschen; manipulieren; entstellen * * * ver|fäl|schen [fɛɐ̯ fɛlʃn̩] <tr.; hat: 1. in seiner Qualität mindern: sie hatten den Wein, die Lebensmittel durch Zusätze verfälscht. 2. [bewusst] falsch… …   Universal-Lexikon

  • fälschen — klittern; verfälschen; frisieren (umgangssprachlich) * * * fäl|schen [ fɛlʃn̩] <tr.; hat: in betrügerischer Absicht etwas nachbilden, um es als echt auszugeben: Geld, eine Unterschrift fälschen; ein gefälschtes Gemälde.   •… …   Universal-Lexikon

  • Klitterung — klittern »willkürlich darstellen, schnell oder unordentlich niederschreiben, zusammenstoppeln« (veraltet, aber noch mdal. für:) »schmieren, klecksen«: Das seit dem 16. Jh. bezeugte Verb ist mit frühnhd. Klitter »Klecks, Fleck« wahrscheinlich… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Geschichtsklitterung — Ge|schịchts|klit|te|rung 〈f. 20〉 Geschichtsfälschung [nach der humorvoll fehlerhaften Geschichtsschreibung des Johann Fischart, 1546 1590] * * * Ge|schịchts|klit|te|rung, die [aus dem Titel eines 1582 erschienenen Buches von J. Fischart; zu ↑… …   Universal-Lexikon

  • Klitterung — Klịt|te|rung 〈f. 20〉 1. das Klittern 2. aus vielen Einzelheiten zusammengesetztes Schriftwerk (GeschichtsKlitterung) * * * Klịt|te|rung, die; , en (bildungsspr. abwertend): 1. das ↑ Klittern (1). 2. etw. Geklittertes. * * * Klịt|te|rung, die; …   Universal-Lexikon

  • Geschichtsklitterung — Geschichte: Das auf das dt. Sprachgebiet beschränkte Wort (mhd. geschiht, ahd. gisciht) ist eine Bildung zu dem unter ↑ geschehen behandelten Verb und bedeutete zunächst »Geschehnis, Begebenheit, Ereignis«. In mhd. Zeit wurde das Wort dann auch… …   Das Herkunftswörterbuch


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.